Hausordnung

für das Mehrfamilienhaus Rosental 90, 53111 Bonn


§ 1 Allgemeines


Haus und Wohnung soll allen zum Heim werden. Jeder Bewohner möge bedenken, dass er in einem Mehrfamilienhaus wohnt und dass er und seine Angehörigen mit den anderen Hausbewohnern eine Hausgemeinschaft bilden und an der Erhaltung eines auf gegenseitiger Rücksichtnahme begründeten guten Zusammenlebens mitwirken sollen. Deshalb soll in jedem Haus ein verträgliches, ruhiges und hilfsbereites Verhalten herrschen. Jeder einzelne Bewohner sollte Lärm, Zank, Streit, Türenzuwerfen, lautes Treppenlaufen und unnötigen Aufenthalt im Treppenhaus unterlassen. Ruhe, Ordnung, Reinlichkeit und Zurückhaltung erhalten den Hausfrieden. Meinungsverschiedenheiten sollten in jedem Fall durch verständnisbereite und rücksichtsvolle Aussprache der beteiligten Hausbewohner geregelt und dadurch offene Streitigkeiten von vorneherein vermieden werden. Jeder möge seine Wohnung und das gemeinschaftliche Eigentum, d. h., also das ganze Haus, so behandeln, als stünden sie in seinem Eigentum. Der Eigentümer ist verpflichtet, im Falle der Vermietung die Hausordnung in ihrer jeweils gültigen Fassung zum Bestandteil des Mietvertrages zu machen. Evtl. notwendige Änderungen, Ergänzungen oder Sonderregelungen bleiben ausdrücklich dem Eigentümer oder dem Hausverwalter vorbehalten. Verstößt ein Mieter fortgesetzt gegen die Hausordnung, so kann der Hauseigentümer die Kündigung des Vertrages verlangen.

   
§ 2 Erhaltung der Ordnung / Reinlichkeit und Sicherheit


2.1 Gemeinschaftliches Eigentum

Die allgemein zugänglichen Flächen, wie Hof, Gehweg, Kellertreppe usw. werden von dem Hauswart, der vom Eigentümer angestellt ist, in Ordnung gehalten und gereinigt. Verschmutzungen und Beschädigungen sollten, um die allgemeine Reinigung zu erleichtern, möglichst vermieden werden. Verschmutzungen und Beschädigungen, die nicht durch gewöhnlichen Gebrauch entstanden sind, sondern auf vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln einzelner Eigentümer oder Mieter zurückzuführen sind, haben die Verursacher selbst zu beseitigen. Dies gilt auch für Flecken durch überlaufende Ölkannen, durch die zusätzliche Rutsch- und Feuergefahr besteht.

2.2 Reinigungsaufgaben durch den Hauswart

Die Reinigungsaufgaben, die im Rahmen dieser Hausordnung durch den vom Eigentümer angestellten Hauswart durchgeführt werden, können jederzeit bei Personalausfall o.ä. durch besondere Anordnung des Eigentümers oder Verwalters auf die Mieter durch eine Turnusregelung weitergegeben werden. Insoweit ist der Hauseigentümer berechtigt, Bestimmungen dieser Hausordnung einseitig zu ändern.

2.3 Vorplätze, Zugänge Treppen, Flur

Jeder Mieter reinigt Treppe, Flur, Podest oder Zugang zu seiner Wohnung selbst, bei mehreren Mietern desselben Geschosses turnusmäßig in Absprache. Gereinigt werden müssen sowohl die Fußböden und Treppenstufen als auch Fußleisten, Geländer, Türen und Fenster, bei Bedarf werden Wände und Decken von Spinnweben gesäubert. In der Regel wird der Boden einmal in der Woche geputzt, bei Bedarf zwischendurch auch gekehrt. Die übrigen Reinigungsarbeiten richten sich nach der Verschmutzung. Kommt ein Mieter seiner Reinigungspflicht wiederholt oder dauerhaft nicht nach, so ist der Eigentümer berechtigt, auf Kosten des Mieters eine Reinigungsfirma oder den Hauswart mit den Arbeiten zu betrauen. Diese Reinigungskosten sind dann monatlich im Voraus mit der Miete und den Betriebskosten zu entrichten.

2.4 Pflichten bei Ein- und Auszug

Unabhängig von der Reinigungsaufgabe des Hauswart hat jeder Eigentümer bzw. Mieter bei Aus- oder Einzug das Treppenhaus vom Hauseingang bis zu seiner Wohnung und ggf. bis zu seinem Kellerraum gesondert zu reinigen.

2.5 Müllabfuhr

Jeweils zu Jahresbeginn werden von der Stadt Bonn die neuen Abfall- und Terminplaner verteilt, die die Abfuhrtermine und notwendige Adressen enthalten. Zusätzlich enthalten die Abfallplaner Bestellkarten für Sonderabholung oder kostenlose Gelbe Müllsäcke. Weitere Abfallplaner sind im Stadthaus bei der Stadtverwaltung zu erhalten.

2.5.1 Müllcontainer und Abfalltrennung

Außer den von der Gemeinde zur Verfügung gestellten und berechneten schwarzgrauen Restmülltonnen stehen mehrere zusätzliche Mülltonnen zur Verfügung, die von den TK-Umweltdiensten unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Wie Abfälle und Wertstoffe richtig sortiert und entsorgt werden müssen, ist hier zu ersehen.

Bei Bedarf erfolgt die Bestellung weiterer Müllgefäße durch den Hauseigentümer.

2.5.2 Abfallentsorgung in die Müllgefäße

Der Müll ist vollständig in die Mülltonnen zu entleeren. Daneben gefallener Abfall ist unverzüglich vom Verursacher wegzuräumen, da durch herumliegende Müllreste im Hof eine Rutschgefahr für die übrigen Anwohner besteht. Diese Müllreste sind auch ein unappetitlicher Anblick für alle Mitbewohner und deshalb zu vermeiden. Die Deckel der Müllcontainer sind stets verschlossen zu halten. Sperrige Gegenstände, wie Kartons, dürfen nicht am Stück in den Müllcontainer eingeworfen werden, sondern sie sind vorher zu zerkleinern.

2.6 Abflussschächte / Wasserrückstau

Anfallender Kehricht darf nicht in die Abflussschächte vor dem Gebäude geschüttet werden, um dadurch Wasserrückstau zu vermeiden.

2.7 Abstellräume im Keller

Die Kellerräume sind von den Mietern sauber zu halten und mindestens einmal jährlich zu reinigen.

2.8 Fahrräder, Roller und Kinderwagen

Das Abstellen von Fahrrädern, Rollern, Kinderwagen u.ä. im Hausflur und im Hof ist grundsätzlich nicht erlaubt.

Sofern der Hauseigentümer einzelnen Mietern - auf freiwilliger Basis, vorübergehend und widerruflich - gestattet, auf dem Hof Fahrräder, Roller, Kinderwagen u.ä. abzustellen, dann darf das nur an den Stellen geschehen, wo niemand gefährdet, behindert oder belästigt wird. Der Zugang zu allen Mülltonnen und zum Garten muss immer frei bleiben.

Die Haus- und Mauerwände dürfen durch die Fahrzeuge nicht beschädigt werden. Übermäßige Verschmutzung des Hausflurs und Hofes darf durch das Herein- und Hinausfahren nicht verursacht werden, bzw. muss umgehend entfernt werden.

Für im Hof abgestellte Fahrräder, Roller u.a. wird vom Hauseigentümer keine Haftung übernommen. Der Fahrzeughalter haftet für Schäden, die durch sein Fahrzeug angerichtet werden können.

2.9 Halten von Haustieren

In der Gemeinschaft ist das Halten von Haustieren grundsätzlich nicht erlaubt. In begründeten Ausnahmefällen kann eine stets widerrufliche Sondergenehmigung mit Einzelauflagen durch die Hausverwaltung erteilt werden. Sie muss widerrufen werden, wenn irgendein Mitbewohner sich nachweisbar belästigt fühlt. Mit einer Ausnahmebe- willigung können auch Gebührenzahlungen verbunden werden. Dasselbe gilt für das Mitbringen von Haustieren durch Besucher, sofern die Besuchszeit nicht nur kurzfristig ist.

Will der Mieter Kleintiere in einem separaten Behältnis oder Vögel (als Haustiere üblicher Art) in einem Käfig innerhalb der Wohnung halten, so bedarf es hierzu keiner Genehmigung, solange dadurch eine Belästigung der Nachbarmieter nicht verursacht wird.

 

   
§ 3 Unterlassen von Belästigungen der Mitbewohner

 

3.1 Ruhezeiten

Als Ruhezeit gilt grundsätzlich die Zeit von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr und von 22.00 Uhr bis 07.00 Uhr. Es wird erwartet, dass unnötiger Lärm - wie Türenschlagen, Gepolter in den Räumen und auf den Treppen, lautstarkes Herabfallenlassen der Rollläden usw. - vermieden wird. Gesellige Veranstaltungen in den einzelnen Wohnungen sollen so gehalten sein, dass die Geräuschbelästigung der Mitbewohner in tragbaren Grenzen bleibt, ab 22.00 Uhr nur bei geschlossenen Fenstern und keinesfalls auf den Terrassen und Balkonen.

3.2 Musizieren

Musizieren und Benützung von Musikgeräten darf nur in Zimmerlautstärke erfolgen, die eine Belästigung der Mitbewohner ausschließt. Insbesondere ist das Musizieren mit Trommeln und Blasinstrumenten in der Wohnung untersagt, ebenso das Musizieren auf Balkonen oder Terrassen. Im übrigen hat sich jeder Bewohner so zu verhalten, dass kein anderer Mitbewohner unzumutbar belästigt wird.

3.3 Balkone

3.3.1 Aufenthalt

Bei Aufenthalt auf den Balkonen ist unnötiger Lärm zu vermeiden, z.B.:

  • lauter Betrieb von Radios bzw. Fernsehern bei offenem Fenster oder Balkontüren.
  • Stühlerücken auf dem Steinboden,

dies gilt insbesondere während der unter 3.2 aufgeführten Ruhezeiten.

3.3.2 Wäsche

Das Wäscheaufhängen auf den Balkonen ist nur in Brüstungshöhe erlaubt. Das Ausschütteln von Wäsche, Decken, Putz- und Staublappen, Teppichen oder Ähnlichem über die Balkone und Fenster ist nicht gestattet.Beim Blumengießen ist darauf zu achten, dass kein Gießwasser auf die darunter liegenden Balkone tropft.

3.3.3 Grillen

Das Grillen auf den Balkonen ist wegen Belästigung der Mitbewohner nicht mit Holz-kohlegrill erlaubt, dies auch schon aus Sicherheitsgründen. Elektrohaushalts-Grillgeräte sollen wegen Geruchsbelästigung nur in den Wohnungen, nicht auf den Balkonen, betrieben werden. Das Grillen auf Gemeinschaftsflächen ist untersagt und bedarf in Ausnahmefällen der gesonderten Genehmigung durch den Hauseigentümer oder Verwalter.

   
§ 4 Verhütung von Schäden


4.1 Beschädigungen und Verschmutzungen des Treppenhauses und der Flurwände

Jeder Mitbewohner ist verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass bei Umzügen, Anliefe-rungen von Waren u. a. Beschädigungen des Treppenhauses und der Flurwände sowie der Böden und Treppen vermieden werden. Treten Schäden oder Verschmutzungen auf, sind diese durch den betreffenden Mitbe-wohner unverzüglich zu beseitigen. Ggf. kann die Beseitigung auf Kosten des Verursachers in Auftrag gegeben werden.

4.2 Elektrische Geräte und Anlagen

Auf die Verhinderung von Schäden durch Feuer ist zu achten. Elektrische Geräte müssen nach VDE-Vorschriften entstört und geerdet sein.

4.2.1 Kabelanschluss / Satelliten-Anlage

Das Objekt ist an das Breitbandkabelnetz der Deutschen Bundespost angeschlossen, bzw. es ist eine Satelliten-Anlage installiert. Die in den Wohnungen installierten Spezialdosen für den Kabelanschluss dürfen ohne Genehmigung durch den Hauseigentümer durch den Mieter nicht verändert werden. Störungen am Kabelempfang bzw. Sat.-Empfang sind unverzüglich der Hausverwaltung bzw. dem Betreiber zu melden. Nur von der Hausverwaltung beauftragte Unternehmen, dürfen am Netz Reparaturen, Messungen o. ä. vornehmen

4.2.2 Heizanlage / Hauptschalter

Sofern in Notfällen die Heizanlage sofort außer Betrieb gesetzt werden muss, so ist dazu der Hauptschalter außerhalb des Heizraumes umzulegen.

4.3 Feuergefährliche Gegenstände

Feuergefährliche und explosive Gegenstände bzw. Stoffe dürfen nicht in Keller- oder Speicherräumen aufbewahrt werden.

4.4 Wasserschäden (z.B. Rohrbruch)

Bei Wasserschäden (z.B. Rohrbruch) sind zur Vermeidung größerer Schäden folgende Sofortmaßnahmen zu ergreifen:

4.4.1 innerhalb der Wohnungen

Abstellen des betroffenen Leitungsstranges durch die jeweils im Bad, in der Küche oder im WC vorhandenen Absperrhähne.

4.4.2 außerhalb der Wohnungen

Sperren der Wasserzufuhr durch den entsprechend gekennzeichneten Absperrhahn im Kellergeschoss.

4.5 Abflussleitungen

In die Abflussleitungen dürfen keine Gegenstände oder Flüssigkeiten wie Säuren, Salze, Farbreste, Öle, Fette usw., abgeschüttet werden, die eine Verstopfung oder Beschädigung verursachen können. Ebenso wenig dürfen in die Toilette Asche, Abfälle, Lumpen oder sonstige Gegenstände hineingeworfen werden. Treten wegen Nichtbeachtung dieser Bestimmungen Verstopfungen in den Abwasserrohren auf und lässt sich der Urheber nicht konkret ermitteln, so trägt die Gemeinschaft der Bewohner gemeinsam die anteiligen Kosten der Beseitigung der Verstopfung und der Instandsetzung. Sollte der Installateur die Verstopfung innerhalb eines Leitungsstranges so lokalisieren können, dass eine Zuordnung zu bestimmten Wohnungen konkret erfolgen kann, so ist die Zuordnung der vorgenannten Kosten auf diese Wohnungen im Verhältnis gleicher Anteile zulässig

4.6 Ungeziefer

Das Auftreten von Ungeziefer ist unverzüglich dem Eigentümer anzuzeigen. Die Kosten für die Beseitigung des Ungeziefers gehen ggf. zu Lasten des Verursachers.

4.7 Rauchen in den Fluren

Das Rauchen in den gemeinschaftlichen Räumen, insbesondere in den Treppenhäusern, ist verboten, und zwar deshalb, weil durch fahrlässig weggeworfene Zigarettenkippen und -asche und Streichhölzer Brandgefahr für die Holztreppe und somit Gefahr für Leben, Gesundheit und Eigentum der Hausbewohner bestehen kann.

4.8 Wohnungsschlüssel

Die Mieter werden im eigenen Interesse gebeten, die Schlüssel zu ihren Wohnungen für den Fall längerer Abwesenheit in einem verschlossenen Umschlag bei einem anderen Hausbewohner in Verwahrung zu geben, damit in Notfällen ein Zutritt zu den betreffenden Räumen möglich ist. Zusätzlich Schlüssel der Schließanlage zur Haustür können nur beim Eigentümer gegen Erstattung der Kosten bestellt werden. Angefertigte Schlüssel sind bei Auszug dem Nachfolger zu übergeben.

4.9 Haustüre und Hoftüre

Die Haustüre ist von jedem Aus- und Eingehenden einzuklinken, falls sie nicht von selbst ins Schloss fällt. Die Hoftüre ist tagsüber geschlossen zu halten und zwischen 22.00 Uhr und 7:00 Uhr abzuschließen.

 

   
§ 5 Sonstiges

 

5.1 Die Hausordnung ist Bestandteil des abzuschließenden Mietvertrages

Diese Hausordnung ist bindend für alle Mieter. Sie ist bei jeder Vermietung zum Bestandteil des abzuschließenden Mietvertrages zu erheben und somit jedem Mieter auszuhändigen.


5.2 Änderung dieser Hausordnung

Änderungen bzw. Ergänzungen dieser Hausordnung können durch den Hauseigentümer jederzeit vorgenommen werden. Bei Änderung der Hausordnung erhalten alle Mieter per Email Bescheid oder auf Wunsch ein neues Exemplar.

6.1 Behördliche Vorschriften gelten immer!

Etwaige Vorschriften der Polizei oder Gemeindeverwaltungen werden durch diese Hausordnung nicht berührt.

 

Wichtige Telefonnummern

Überfall: 110

Feuerwehr: 112

Hauseigentümer und Hausverwaltung : 0228-6087771

 

Bonn, 16. 02. 2003, Die Hausverwaltung


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